Gülle aufs Feld oder aufs Grünland zu bringen, ist heute eine hochtechnisierte Angelegenheit. Als Alternative zu dem vom Traktor gezogenen Güllewagen setzten viele Landwirte heute auf einen Gülleselbstfahrer. Insbesondere für große Flächen, auf denen eine Menge Flüssigmist ausgebracht wird, sind diese Riesen unter den Güllefässern optimal. Der Gülleselbstfahrer ist ein Spezial-LKW, der besonders geländegängig ist und mehr Ladekapazität bietet. Der Spezialtransporter hat eine Straßenzulassung und ist daher insbesondere für Landwirte oder Lohnunternehmer mit weiten Anfahrtswegen interessant. Beliebte Selbstfahrer sind der Claas Xerion Trac oder das dreirädrige Vervaet Hydro Trike. In der Bauart kann zwischen Vakuumbefüllung oder einem Pumptankwagen gewählt werden. Finden Sie die großen Marken von Claas über Horsch bis Zunhammer auf traktorpool.
Schleppschlauch und Co.: Wie funktioniert die Gülleausbringung?
Je nachdem, welche Acker- oder Grünlandfläche mit Jauche versorgt wird, kommen unterschiedliche Verteilertechniken zum Einsatz. Auf der grünen Wiese ist meist der Prallteller oder ein Prallkopfverteiler die beste Wahl, auch Schwenkverteiler überzeugen hier durch ihre punktgenaue Ausbringung der Gülle auf der Fläche. Fürs Ackerland bieten sich verschiedene Exaktverteiler an, die es noch genauer ermöglichen, die Gülle zu platzieren. Der Schleppschlauch wird hinter dem Gülleselbstfahrer hergezogen. Passgenau bringt diese Technik die Nährstoffe zwischen die bereits aufgelaufene Saat, hat dabei geringe Stickstoffverluste zu beklagen und erzeugt zudem eine geringe Geruchsbelästigung. Mit zusätzlichen Schleppschuhverteilern wird diese Technik auch fürs Grünland brauchbar: Hier ritzen Metallkufen am Schleppschlauch Ende die Grasnarbe ein und sorgen so für verbesserte Aufnahmebedingungen. Schließlich folgt dem Güllewagen noch der Güllegrubber, der die Erde für die ihm folgenden Schläuche auflockert und so bewirkt, dass die Erdkrume gleich über dem flüssigen Mist wieder zusammenfällt. Für welche Variante der Gülleausbringung Sie sich entscheiden, hängt ganz von den individuellen Bedingungen vor Ort ab. Finden sie den passenden Gülleselbstfahrer gebraucht auf traktorpool.
Pumptankwagen: Mit Exzenterschneckenpumpe präzise abpumpen und zügig ausbringen
Das zentrale Bauteil dieser Bauart ist die Exzenterschneckenpumpe. Sie ist die Alternative zur Vakuumpumpe, die ebenfalls weit verbreitet ist und die Gülle per Vakuum ins Fass hinein- und wieder hinausbefördert. An der Güllegrube saugt die Schneckenpumpe die Jauche ins Fass und bringt sie auf dem Feld mit Hilfe von Schiebern und Dreiwegehähnen wieder aus. Ansaug- und Druckseite der Exzenterschneckenpumpe sind dabei gleich. Die Behälter der Pumptankwagen werden vielerorts aus glasfaserverstärktem Kunststoff statt aus dem wesentlich schwereren Stahl gefertigt. Das Eigengewicht dieser Bauart verringert sich deutlich, die Ackerfläche wird weniger verdichtet und somit geschont. Die belastbaren und haltbaren Pumpen sind nicht nur für Gülle beziehungsweise Jauche geeignet. Auch Klärschlamm oder Moor sowie industrielle Flüssigkeiten wie Biertreber werden mit dieser speziellen Pumpenart umgefüllt. Weil sie vom Ansaugen über das Umrühren und Umpumpen bis hin zum Ausbringen alle Arbeitsgänge bei der Ausbringung von Gülle bewältigen, hat sich dieses System bei Lohnunternehmern, Landwirten und Biogasanlagen-Besitzern schnell etabliert. Finden Sie die passende Gülletechnik gebraucht, setzen Sie auf gebrauchte Landmaschinentechnik von traktorpool.
